Restaurierungen

Mit Hilfe ihrer Förderer und Sponsoren konnte die Fondazione Pro Musica e Arte Sacra seit ihrer Gründung im Jahr 2002 neunzehn wichtige und zum Teil äußerst umfangreiche Restaurierungsprojekte unterstützen. Die meisten davon betrafen direkt die vier päpstlichen Basiliken Roms San Pietro (mit Nekropole), San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore und San Paolo fuori le Mura, in welchen das Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra stattfindet, doch die Stiftung setzt sich auch für Restaurierungsprojekte in weiteren wichtigen Kirchen wie den ältesten italienischen Marienwallfahrtsort Loreto bei Ancona oder die Kirche Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio in Rom ein,für wichtige Orte des Wissens wie das Päpstliche Institut für Kirchenmusik,

oder für Perlen der Architektur und Kunst wie das Appartement von Papst Julius II. Im Antiken Päpstlichen Palast im Vatikan.

Wer im Jahr 2017 einen Beitrag leistet, unterstützt die Restaurierungsprojekte der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra. Im Zeitraum 2017-2019 unterstützt die Fondazione Pro Musica e Arte Sacra die folgenden Restaurierungsprojekte und musikalischen Projekte:

    • das Festival Internazionale di Musica e Arte Sacra;
    • die Restaurierung der Tambouren der Kuppel der Basilika von St. Peter im Vatikan sowie die Restaurierung der kleineren Kuppeln der Kapellen Gregoriana und Clementina;
    • die Reise und Anwesenheit des Chores von Westminster Abbey in Rom anlässlich der Vespern zur Bekehrung des hl. Apostel Paulus gefeiert von Papst Franziskus

RESTAURIERUNG DER „RÄUME DES HL. ALOISIUS VON GONZAGA“

17 Camere di S. Luigi Gonzaga Salone della Ricreazione ancora da restaurare web

Mit Unterstützung der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra wurden die sogenannten Räume des hl. Aloisius von Gonzaga restauriert, die sich im Gebäudekomplex der ehemaligen jesuitischen Universität Collegio Romano und der Kirche Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio in Rombefinden. Auf Initiative der Kirche Sant’Ignazio wurden für die Restaurierungsarbeiten die notwendigen Mittel gesammelt und das Projekt erstellt, das dann vom staatlichen Fonds der Sakralbauten, dem die Kirche gehört, und vom Ministerium für Kultur genehmigt wurde. Die Arbeiten begannen im Januar 2013 und sind noch nicht vollständig abgeschlossen, denn der sogenannte Salone di Ricreazione muss noch restauriert werden.
Der Beitrag der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra hat es ermöglicht, einen Großteil der Räume zu sanieren und zu restaurieren, um so für Pilger und Besucher ein wertvolles Zeugnis des Lebens des hl. Aloisius, der Gesellschaft Jesu und der ersten Jahrzehnte des römischen Barocks zu erhalten.
Die Gesellschaft Jesu entstand nicht als Lehrorden, doch als sie sich schrittweise konkrete Strukturen gab, wurde deutlich, wie wichtig Kultur und Bildung für die apostolische Tätigkeit sind. So förderte der hl. Ignatius von Loyola selbst die Errichtung von Kollegien, die zunächst für die kulturelle Erziehung der jungen Jesuiten gedacht waren, schon bald aber auch Laien zuließen. Auf Initiative des hl. Ignatius wurde in Rom 1551 daher das Collegio Romano gegründet, „Schule für Grammatik, Humanität und christliche Doktrin, kostenlos“, wie die Inschrift über dem Tor eines Hauses zu Füßen des Kapitols lautet, in dem die Patres sich anfangs einrichteten. Nach einigen Umzügen wurde 1584 der von Papst Gregor XIII. in Auftrag gegebene neue Gebäudekomplex eingeweiht, der aufgrund der wachsenden Schülerzahl an Glaubensbrüdern und Laien wesentlich größer war als die bisherigen Räume und somit auch besser dem wachsenden Ruhm und Prestige angemessen, welche die Schule inzwischen erlangt hatte.
Im obersten Stockwerk des Collegio Romano, direkt verbunden mit der Rückseite der Jesuitenkirche Sant’Ignazio, befindet sich das sogenannte Ritiramento (der Ort der Einkehr): die Räume, in welchen die Studenten nach dem Noviziat wohnten. Gemeinhin werden sie auch Camerette di San Luigi (Zimmer des hl. Aloisius) genannt. Unter den vielen Jesuiten, die im Verlauf von zwei Jahrhunderten diese Räume bewohnten, treten der hl. Aloisius Gonzaga, der hl. Jan Berchmans, der selige Antonio Baldinucci, der ehrwürdige Diener Gottes Abramo Giorgi sowie einige englische Märtyrer und weitere Jesuiten hervor, die in Brasilien, Indien und Japan den Märtyrertod starben. Die Räume sind schon seit Langem ein Ort der Andacht, der von Italienern und Ausländern jeden Alters und jeder Herkunft besucht werden. Es sind sowohl Ordensgeistliche als auch Laien, welche die Grundlagen der Spiritualität des hl. Ignatius und die allen jederzeit offen stehende apostolische Botschaft des Gründers der Gesellschaft Jesu und seiner Anhänger besser verstehen möchten. Ursprünglich handelte es sich um sehr schlichte Räume, doch im Verlauf der Zeit begann man, sie auszuschmücken und zu restaurieren.
Über eine kurze Treppe gelangt man in den Salone della Ricreazione. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde dieser Saal bemalt und mit Gemälden ausgestattet, die Szenen aus dem Leben des hl. Aloisius zeigen und seinen menschlichen und geistlichen Werdegang illustrieren. Der Raum, in dem der Heilige zu Beginn des 18. Jahrhunderts wohnte, wurde zur Kapelle umgebaut und geschmückt. An den Wänden finden wir Gemälde, die der hl. Roberto Bellarmino für das Krankenzimmer in Auftrag gegeben hatte, in dem der hl. Aloisius gestorben war. Diese brachte man in die Kapelle, als jener Teil des Collegio Romano abgerissen wurde. Dass Bildnissen so viel Bedeutung zugesprochen wird, gehört zur Spiritualität im Geiste des hl. Ignatius, die von der devotio moderna beeinflusst ist. Man beabsichtigt, den Gläubigen über eine „tiefe affektive Stimmung“ anzusprechen und zu berühren, damit dieser „die Dinge in seinem Inneren fühlen und erfahren kann“. Auf diese Weise entsteht ein Bezugsort im Sinne einer wahren Theologie der Vision, durch die man verstehen lernt, dass das Göttliche kein abstrakter Raum ist, sondern sich im Hier und Jetzt unserer Existenz befindet.
Die aktuellen Restaurierungsarbeiten lassen die Ölmalereien an der Decke und den Bodenleisten rund um den Raum in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlen: Blumengirlanden und -kränze erhielten ihre feinen Farben wieder, und die Goldintarsien, die durch Feuchtigkeit, Schmutz, Verkrustungen und Kerzenruß schwarz angelaufen waren, strahlen in neuem Glanz. Die Damastbespannung der Wände, die bei der Restaurierung von 1791 (dem 200. Todestag des Heiligen) angebracht wurde, restaurierte man durch Abbürsten, Austrocknen von Feuchtigkeitsresten und vorsichtige Reparatur der Schadstellen mit Seidenfäden. Auf ihr erkennt man das Monogramm der Jesuiten und Kränze aus Rosen.
Durch Türen, die erst bei der Restaurierung im18. Jahrhundert durchbrochen wurden, gelangt man in den Raum, der heute als Sakristei bezeichnet wird. Hier wird uns die Figur des jungen Aloisius durch in einer Vitrine ausgestellte Briefe nahegebracht, die er an seine Familie schrieb, sowie durch das Kruzifix, das er mitbrachte, als er in die Gesellschaft Jesu eintrat. Es folgt das Zimmer des hl. Jan Berchmans, das ebenfalls restauriert wurde. Unter einem klassizistischen Altar, der wieder in seinem ursprünglichen Glanz erstrahlt, befindet sich eine Urne, die einige Zeit die sterblichen Überreste des Heiligen enthielt. Sie wurden später jedoch in den Altar im linken Querschiff der Kirche Sant’Ignazio verbracht. Bemerkenswert sind die Reliquienschreine, die sowohl in den Altar eingearbeitet wurden als auch auf dem Altar in Form von Monstranzen angebracht. Es handelt sich um Werke aus dem 18. Jahrhundert in Silber und Messing. An der rechten Seite befindet sich die einzige ursprüngliche Türe, durch die die Studenten den Raum betraten, und über der heute in einem Schaukasten ein Gewand des Heiligen ausgestellt ist. Auch die Malereien an der Decke, dem unteren Teil der Wände und den Fensterläden fanden durch die Restaurierung wieder zu ihrer ursprünglichen Farbe und Leuchtkraft.
Dies gilt auch für das Zimmer von Abramo Giorgi. Auf dem Altar steht ein Portrait des hl. Roberto Bellarmino, dem spirituellen Rektor des Collegio Romano und für kurze Zeit auch dessen Leiter. An den Wänden befinden sich Portraits der ersten drei Generaloberen der Gesellschaft Jesu, Ignatius von Loyola, Pedro Lainez und Francesco Borgia. Sehenswert ist auch die Betbank von Papst Pius IX. Die Ergriffenheit und der Trost, die von diesen Orten ausgehen, finden in einem Wort des hl. Ignatius ihre schönste Bestätigung: „Der Mensch wurde geschaffen, um Gott unseren Herrn zu loben und zu preisen und ihm zu dienen“.

 

 

 

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