AUSSENSEITE DER BASILIKA VON ST. PETER IM VATIKAN

RESTAURIERUNG DER AUSSENSEITE DER BASILIKA VON ST. PETER IM VATIKAN

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Im Rahmen eines umfangreichen Programms zur Erhaltung und Erneuerung der Außenwände des gesamten Petersdomes schreiten die Restaurierungsarbeiten langsam aber sicher voran, welche die Dombauhütte von St. Peter schon vor dem Heiligen Jahr 2000 begonnen hat. In den letzten sieben Jahren wurde das Projekt Dank der Unterstützung der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra mit neuem Elan vorangebracht.
Nachdem 1999 die Fassade restauriert war, plante man die notwendige Instandsetzung der Süd-, West- und Nordseite des Petersdomes. Diese Mauern sind 46 Meter hoch und haben, ohne die Hauptfassade mitzurechnen, eine Gesamtoberfläche von über 35.000 qm (= dreieinhalb Hektar).
Die Restaurierung der Südseite wurde in nur fünf Jahren abgeschlossen (April 2007-Mai 2012), wobei die Arbeiten in drei Bauabschnitte eingeteilt wurden. Die Restaurierung des dritten Bauabschnitts, also in dem Teil der Basilika, welchen Michelangelo im 16. Jahrhundert entworfen hat, wurde mit Unterstützung der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra durchgeführt, wie auch die der Westseite, also der Außenseite der Apsis des Peterdomes. Hier begannen die Arbeiten im Jahr 2012; abgeschlossen werden sie in diesem Jahr 2014.
Die nicht einfache Arbeit wurde von qualifizierten Restauratoren unter der technischen und wissenschaftlichen Leitung der Dombauhütte von St. Peter durchgeführt, mit Unterstützung des Personals der Dombauhütte, den sogenannten Sanpietrini. Diese übernahmen die Maurerarbeiten, entfernten die alte Abdeckung aus Dachpfannen und Biberschwanzziegeln des Gesimses und des Gebälks und brachten dann Travertinplatten an, welche die gesamte Struktur schützen. Außerdem wurden die notwendigen diagnostischen Erhebungen durchgeführt, nämlich Fotografien (vor, während und nach den Arbeiten) und Laserscans. Diese Dokumentation ist sehr wichtig, denn eine gute Kartierung der beim Bau verwendeten Materialien und vor allem des Erhaltungszustandes ist zur Festlegung eines guten Instandhaltungsplanes unerlässlich. Nachdem dieser feststand, wurde die Travertinoberfläche mit leichten Sprühwasserdruck gereinigt. Um die hartnäckigsten schwarzen Verkrustungen zu entfernen, wurden Mikrosandstrahler mit geringem Druck und weichen Sandpartikeln verwendet, um noch eine gewisse Patina zu erhalten. Dieses JOS genannte System wurde auch bei der Restaurierung der Hauptfassade angewendet.
Die Restaurierung bot eine einzigartige und unwiederbringliche Gelegenheit, architektonische Details in großer Höhe eingehend zu betrachten. Es überrascht also nicht, dass es nur Dank dieser Restaurierungsarbeiten möglich war, einige von Michelangelo entworfene architektonische Elemente zu erfassen und zu studieren, vor allem figürliche Skulpturen, deren raffinierte Eleganz sich von unten nicht erkennen lässt.
Während die Restaurierungsarbeiten an der Westseite, also an der Rückseite des Petersdomes, zu Ende gehen, hat die Dombauhütte von St. Peter, wiederum mit Unterstützung der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra, die Fortführung der Arbeiten auch an der Nordseite geplant, im aus dem16. Jahrhundert stammenden Teil, an dem die Via delle Fondamenta entlangläuft. Diese Restaurierungsarbeiten werden eine Fläche von circa 6.800 qm betreffen und um die zwei Jahre dauern (2014-2016). Anzumerken ist, dass diese letzte bedeutende Kampagne in genau diesem Jahr, also 2014, anläuft, in dem der 450. Todestag von Michelangelo Buonarroti (6. März 1475 – 18. Februar 1464) begangen wird. Es war nämlich wie gesagt Michelangelo, der zwischen 1546 und 1564 diesen Teil der Außenseite des Petersdomes entwarf und bauen ließ (ausgenommen den kleineren Bogen ganz links). Unter den Pontifikaten von Julius III. (1550-1555), Paul IV. (1555-1559) und Pius IV. (1559-1565) beendete er den Bau der Apsis und der Schrägseiten und begann die Attika darüber sowie die Fundamente der geraden Seitenwände, die dann 1590 von seinem Nachfolger, dem Architekten Giacomo Della Porta (1533-1602), fertig gestellt wurden.

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